Alpenländische Krippe

Noch immer ist es gerade in Süddeutschland, in Österreich und Südtirol Tradition, jedes Jahr zu Weihnachten eine Krippe aufzustellen. Dazu gehört in vielen Familien, dass man jedes Jahr auch ein oder zwei neue Krippenfiguren hinzukauft. Weihnachtsmärkte und Holzschnitzereien haben dann Hochsaison. Wer aber zum Beispiel in Südtirol Urlaub macht, kann auch zu anderen Jahreszeiten in Ruhe neue Krippenfiguren aussuchen.

Im Grödnertal befindet sich das Zentrum der Holzschnitzkunst. Wer nach St. Ulrich fährt und dort die Holzschnitzerei Lepi besucht, findet eine riesige Auswahl an unterschiedlichsten Holzschnitzereien. Hier bekommt man das ganze Jahr über fein geschnitzte Krippenfiguren und ganz besondere Krippen, wie zum Beispiel eine typisch venezianische Krippe oder alpenländische Krippe. Die heilige Familie mit den drei heiligen Königen, das Jesuskind in der Wiege, daneben Ochse und Schaf sind für Christen der Inbegriff der Familie und des Glücks.

Gerade in der alpenländischen Kultur, die für uns für Gemütlichkeit, Herzlichkeit und Tradition steht, findet der Gläubige Ruhe und Erdung. Kein Wunder, dass deshalb die alpenländische Krippe immer mehr Anhänger findet.

Wie aber unterscheidet sich die alpenländische Krippe von anderen? Nun, beispielsweise darin, dass das Jesuskind in einer liebevoll geschnitzten Wiege in Herzform liegt. Maria trägt bei der alpenländischen Krippe Tracht und die Hirten spielen nicht nur Flöte, sondern auch Zither. Sie tragen zudem Mehlsäcke, Eierkörbe oder Hähne, also Dinge mit regionalem Bezug. Die Figuren sind durchweg alpenländisch gekleidet. Sie tragen Dirndl, Gamsbart und Lederhosen. Ob Schäfer, Scherer, Lammträger oder Jäger – sie alle tragen ihre typische Tracht.

Wer bereits eine Krippe besitzt, kann diese auch mit ein paar neuen Figuren der alpenländischen Krippe bereichern und so eine schöne Urlaubserinnerung mit nach Hause nehmen.